Atmung
Nasenatmung
Nasenatmung ist die Grundlage für geschlossene Lippen und eine Zunge am Gaumen – das Zusammenspiel muss aber oft erst wieder gelernt werden. Mundatmung verändert Muskelspannung, Schlafqualität und Kieferwachstum.
Ganzheitlich funktionell · Berlin-Mitte
Die Dentosophie ist ein ganzheitlicher funktioneller Therapieansatz. Im Mittelpunkt stehen Nasenatmung, Mundschluss, Zungenruhelage, Kauen, Schlucken und Körperhaltung – Funktionen, die täglich tausendfach ablaufen und sich gegenseitig beeinflussen.
Methode
Die Dentosophie betrachtet den Mund nicht isoliert, sondern als Teil eines funktionellen Gesamtsystems. Nasenatmung, Zungenlage, Schlucken und Kauen beeinflussen sich gegenseitig und wirken auf die Entwicklung von Kiefer, Muskulatur und Gesicht.
Ziel der Behandlung ist es, diese natürlichen Funktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den Körper in seiner Selbstregulation zu unterstützen. Dafür kombinieren wir funktionelle Übungen mit dem Dentosophie-Balancer und einer engmaschigen Begleitung.
Entwickelt wurde der Ansatz vom französischen Zahnarzt Michel Montaud. Heute arbeiten damit Zahnärztinnen und Zahnärzte, die Funktion und Ganzheitlichkeit in den Vordergrund stellen – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen.
Die Nase filtert, erwärmt und befeuchtet die Luft. Nasenatmung schafft die Voraussetzung dafür, dass die Lippen entspannt schließen und die Zunge an den Gaumen findet. Von selbst geschieht das allerdings oft nicht: Viele atmen durch die Nase, und die Zunge liegt trotzdem unten. Deshalb steht die Atmung am Anfang jeder dentosophischen Betrachtung, und die Zungenlage wird gezielt neu gelernt.
Die Zunge arbeitet den ganzen Tag – beim Sprechen, Kauen und Schlucken. Wo sie in Ruhe liegt und wie geschluckt wird, prägt über Jahre mit, wie sich Kiefer und Gesicht formen.
Funktionen
Diese Abläufe geschehen automatisch – und genau deshalb fallen sie selten auf. In der Dentosophie werden sie einzeln beobachtet und dann wieder als Ganzes betrachtet.
Atmung
Nasenatmung ist die Grundlage für geschlossene Lippen und eine Zunge am Gaumen – das Zusammenspiel muss aber oft erst wieder gelernt werden. Mundatmung verändert Muskelspannung, Schlafqualität und Kieferwachstum.
Lippen
Entspannt geschlossene Lippen sind der Gegenspieler der Zunge. Erst dieses Gleichgewicht aus innen und außen gibt den Zahnbögen ihre Form.
Zunge
In Ruhe gehört die Zunge an den Gaumen. Liegt sie tief oder drückt sie gegen die Zähne, wirkt diese Kraft über Jahre – bei jedem Schluckvorgang aufs Neue.
Kauen
Beidseitiges, kräftiges Kauen trainiert Muskulatur und Kiefergelenke und regt das Wachstum an. Einseitige Gewohnheiten und weiche Kost tun das Gegenteil.
Schlucken
Beim physiologischen Schlucken drückt die Zunge gegen den Gaumen, nicht gegen die Zähne. Ein verändertes Schluckmuster hält Fehlstellungen aufrecht – auch nach einer Zahnspange.
Haltung
Kopfhaltung, Nacken und Kiefer hängen muskulär zusammen. Deshalb gehört der Blick über den Mund hinaus zur Betrachtung – und manchmal die Zusammenarbeit mit Physiotherapie oder Osteopathie dazu.
Für wen
Entscheidend ist nicht das Alter, sondern wie sicher die Grundfunktionen ablaufen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können mit dem Ansatz begleitet werden.
Kinder
Solange Kiefer und Gesicht wachsen, wirkt jede Funktion mit. Offener Mund, Daumenlutschen, Schnarchen oder ein verändertes Schluckmuster lassen sich in dieser Zeit besonders gut angehen.
Erwachsene
Muskeln lernen ein Leben lang. Auch nach abgeschlossenem Wachstum lassen sich Atmung, Zungenlage und Schluckmuster verändern – die Übungen brauchen dann etwas mehr Geduld.
CMD und Knirschen
Bei Kiefergelenkbeschwerden, Bruxismus und Verspannungen im Kopf-Hals-Bereich setzt die Dentosophie funktionell an: Sie zielt auf Entspannung der Muskulatur und ein ausgeglichenes Zusammenspiel von Atmung, Zunge und Kiefer.
Schlaf und Atmung
Wo Mundatmung, tiefe Zungenlage und Schnarchen zusammenhängen, arbeitet die Dentosophie genau an diesen Funktionen – viele Patientinnen und Patienten schnarchen danach nicht mehr. Eine diagnostizierte Schlafapnoe stimmen wir mit der Schlafmedizin ab.
Eine frei durchgängige Nase ist die Grundlage. Wenn Allergien oder anatomische Engstellen die Nasenatmung behindern, arbeiten wir mit HNO-Kolleginnen und -Kollegen zusammen – parallel zur funktionellen Behandlung.
Orientierung
Drei Fragen geben eine erste Orientierung, wo der Ansatz bei Ihnen ansetzen würde und was im Erstgespräch besprochen werden sollte.
Für wen suchen Sie eine Begleitung?
Was fällt Ihnen im Alltag am meisten auf?
Welches Ziel steht für Sie im Vordergrund?
Solange Kiefer und Gesicht wachsen, arbeitet die Entwicklung mit. Was Atmung, Zunge und Schlucken jetzt vorgeben, prägt die kommenden Jahre mit. Deshalb beginnen wir mit einem funktionellen Befund und einer Anleitung, die im Familienalltag machbar ist.
Im Erstgespräch klären wir, welche Übungen sinnvoll sind, ob ein Balancer dazugehört und in welchem Rhythmus wir kontrollieren.
Muskeln und Bewegungsmuster sind lernfähig. Atmung, Zungenlage und Schluckmuster lassen sich in jedem Alter üben – bei Knirschen, Verspannung oder Kiefergelenkbeschwerden ist das oft der Punkt, an dem sich etwas bewegt.
Wir sehen uns Funktion und Muskulatur an und legen gemeinsam fest, woran wir arbeiten und woran Sie die Veränderung merken.
Kieferorthopädie, HNO, Logopädie, Schlafmedizin, Physiotherapie und Osteopathie beantworten je eine eigene Frage. Die Dentosophie kümmert sich um die Funktion, die daneben weiterläuft.
Wir stimmen uns mit den beteiligten Behandelnden ab, damit die funktionelle Arbeit die laufende Behandlung stützt statt sie zu kreuzen.
Diese Fragen geben eine erste Orientierung und ersetzen keine Untersuchung. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, zeigt der Befund im Erstgespräch.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt individuell und ruht auf drei Bausteinen. Einer allein trägt nicht – erst zusammen ergeben sie den Ansatz.
Der Dentosophie-Balancer dient nicht der mechanischen Zahnkorrektur wie eine Zahnspange. Er unterstützt die funktionellen Übungen für Atmung, Zungenlage, Schlucken und Kauen und hilft der Muskulatur, sich zu entspannen. Zahnbewegungen sind dabei oft ein gewünschter Nebeneffekt: Kommen Atmung, Schlucken und Kauen ins Gleichgewicht, harmonisiert sich der Zahnbogen als logische Folge.
Getragen wird er meist abends und nachts sowie zeitweise am Tag. Größe, Passform und Trageplan legen wir gemeinsam fest und passen sie im Verlauf an.
Die Übungen zielen auf Nasenatmung, Lippenschluss, Zungenlage und ein physiologisches Schluckmuster. Sie brauchen kein Gerät, sind schnell gelernt und dauern nur wenige Minuten.
Sie werden bei uns angeleitet, zu Hause wiederholt und bei jeder Kontrolle überprüft. So werden aus bewussten Bewegungen mit der Zeit automatische.
In regelmäßigen Terminen sehen wir uns Atmung, Mundschluss, Zungenlage, Schluckmuster und die Passung des Balancers an, korrigieren die Übungen und stimmen den nächsten Schritt ab.
Der Behandlungserfolg hängt entscheidend von dieser individuellen Betreuung und der regelmäßigen Anwendung ab.
Ablauf
Wie der Weg im Einzelnen aussieht, ergibt sich aus dem Befund. Diese Schritte gehören in aller Regel dazu.
Wir hören zu: Was fällt auf, seit wann, was wurde schon versucht? Dazu gehören Schlaf, Atmung, Ernährung, Gewohnheiten und bisherige Behandlungen.
Wir sehen uns Nasenatmung, Mundschluss, Zungenruhelage, Schluckmuster, Kauverhalten, Muskulatur und Haltung an – und dazu Zähne, Zahnstellung und Kieferentwicklung.
Gemeinsam legen wir fest, an welchen Funktionen wir arbeiten, woran eine Veränderung erkennbar wird und wer gegebenenfalls aus anderen Fachrichtungen dazukommt.
Der passende Balancer wird ausgewählt und angepasst. Sie erhalten eine konkrete Anleitung zu Tragezeiten, Reinigung und Alltag.
Die Übungen für Atmung, Lippen, Zunge und Schlucken werden angeleitet und so eingeübt, dass sie zu Hause sicher wiederholt werden können.
In regelmäßigen Terminen prüfen wir den Verlauf und passen Übungen und Trageplan an. Sind die Funktionen stabil, werden die Abstände größer.
Die Dentosophie ist auf Monate angelegt, nicht auf Wochen. Funktionen verändern sich über Wiederholung im Alltag – wie lange es im Einzelnen dauert, hängt von Ausgangsbefund, Alter und Mitarbeit ab. Nach dem Befund lässt sich das realistisch einschätzen.
Die Dentosophie ist eine private Leistung und keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Vor Beginn erhalten Sie einen individuellen Behandlungs- und Kostenplan, der Befund, Balancer und die vorgesehenen Kontrolltermine ausweist.
Bei F80
Zahnärztin
Dr. Stefanie Schönmuth ist Zahnärztin für Ästhetik und Endodontie und betreut bei F80 die ganzheitlich-funktionellen Behandlungen. Sie studierte an der Charité und arbeitete anschließend fünf Jahre in Amsterdam. Sie behandelt auf Deutsch, Englisch und Niederländisch.
Über die Jahre hat sie einen geschulten Blick für Ästhetik, Funktion und deren Zusammenhänge entwickelt – genau der Bereich, in dem die Dentosophie ansetzt.
Fragen
Ein ganzheitlicher funktioneller Therapieansatz. Er betrachtet Nasenatmung, Mundschluss, Zungenruhelage, Kauen, Schlucken und Körperhaltung als zusammenhängendes System und arbeitet mit funktionellen Übungen, dem Balancer und einer engmaschigen Begleitung.
Nein. Der Balancer ist ein weiches, herausnehmbares Medizinprodukt. Er korrigiert Zähne nicht mechanisch, sondern unterstützt die Übungen für Atmung, Zungenlage, Schlucken und Kauen. Zahnbewegungen sind dennoch oft ein gewünschter Nebeneffekt, weil sich der Zahnbogen harmonisiert, wenn die Funktionen ins Gleichgewicht kommen. Ob zusätzlich eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll ist, besprechen wir im Einzelfall.
Sobald alle Milchzähne da sind, kann die Behandlung beginnen. Bei Kindern im Wachstum wirkt die Entwicklung mit, deshalb ist ein früher Beginn günstig. Jugendliche und Erwachsene können ebenso behandelt werden – die Übungen brauchen dann etwas mehr Geduld.
Bei Kiefergelenkbeschwerden, Bruxismus und Verspannungen ist der funktionelle Ansatz einer der Wege, die wir anbieten: Er zielt auf eine entspannte Muskulatur und ein ausgeglichenes Zusammenspiel von Atmung, Zunge und Kiefer. Zur Einordnung des Befunds gehört unsere CMD Behandlung dazu.
Ja. Mundatmung, tiefe Zungenlage und Schnarchen hängen eng zusammen – genau daran arbeitet die Dentosophie. Viele Patientinnen und Patienten schnarchen nach der Behandlung nicht mehr; einige konnten in Absprache mit ihrer Schlafmedizinerin oder ihrem Schlafmediziner sogar auf das CPAP-Gerät verzichten. Eine diagnostizierte Schlafapnoe gehört zusätzlich in schlafmedizinische Abklärung.
Dann klären wir die Ursache gemeinsam mit HNO-Kolleginnen und -Kollegen ab – Allergien, vergrößerte Rachenmandeln oder anatomische Engstellen gehören dorthin. Die funktionelle Arbeit läuft parallel weiter.
Einiges – und das ist der Kern der Methode. Täglich wenige Minuten Übungen, das regelmäßige Tragen des Balancers und die Kontrolltermine. Der Behandlungserfolg hängt entscheidend von der individuellen Betreuung und der regelmäßigen Anwendung ab.
Ja. Funktionelle Arbeit und Kieferorthopädie schließen sich nicht aus – im Gegenteil: Ein verändertes Schluckmuster kann eine Fehlstellung nach der Spange wieder begünstigen. Wir stimmen uns mit der behandelnden Praxis ab.
In der Regel mehrere Monate, oft länger. Funktionen verändern sich über tägliche Wiederholung. Nach dem Befund lässt sich die Größenordnung für Ihren Fall einschätzen.
Die Dentosophie ist eine private Leistung und keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Vor Beginn erhalten Sie einen individuellen Behandlungs- und Kostenplan.
Vereinbaren Sie ein Erstgespräch in der Friedrichstraße 80. Wir sehen uns Atmung, Zunge, Schlucken, Kauen und Haltung an und besprechen, was die Dentosophie in Ihrem Fall leisten kann.
Oder rufen Sie an: 030 436665501